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[ 08.11.2007 ]

Niederösterreich ist industrielles Kernland

"Es ist ein gutes Gefühl, als neugewählter Präsident die niederösterreichische Industrie als DEN Wachstums- und Beschäftigungsmotor vertreten zu dürfen", meint Johann Marihart in seinem Editorial in den "iv.positionen"

Die niederösterreichische Industrie ist DER Wachstums- und Beschäftigungsmotor unseres Landes, ein Motor, dessen Kraft auch weit über die Landesgrenzen hinaus reicht. Jeder zwölfte Euro, der in Österreich erwirtschaftet wird, ist der blau-gelben Industrie zuzuschreiben. Wir dürfen daher mit Recht gemeinsam stolz auf Niederösterreich als industrielles Kernland sein!

 

Für nachhaltigen Erfolg aber brauchen wir unbedingt noch mehr Spitzenleistungen im Land. Hier gilt es, vor allem bei den zwei „I's" - „Infrastruktur" und „Innovation" - anzusetzen. Dabei müssen wir uns an jenen Ländern orientieren, die uns etwas voraus haben. 2,45 % Forschungsausgaben sind noch nicht am Lissabon-Ziel von 3 %. Finnland steht bei 4 %. Wir müssen innovativer, schneller und besser sein als unsere Mitbewerber. Wir müssen vor allem die Ergebnisse der Grundlagenforschung effizient und rasch in Produkte und Leistungen - und damit in Wachstum, Jobs und Unternehmensgewinne für neue Investitionen - umsetzen.  Diesbezüglich ist mit „IST - Austria" bis hin zu den Fachhochschulen und den Technopolen in Tulln, Krems und Wiener Neustadt viel Positives angestoßen. Niederösterreich hat hier bundesweiten Vorbildcharakter - Sich auf dem Erreichten auszuruhen, wäre aber zuwenig.

 

Im Sinne einer Standortsicherung dürfen wir auch die Kosten nie aus den Augen verlieren. Eine Region muss nämlich zumindest um soviel besser sein, wie sie teurer ist. Unser „Humankapital" ist dabei der größte Wert über den wir verfügen. Wir wissen aus unserer aktuellen IV-Mitgliederumfrage, dass die „Verfügbarkeit professioneller Mitarbeiter" mittlerweile die größte Herausforderung für unsere Betriebe ist! Eine nicht ausreichende Zahl von Fachkräften droht zu einer massiven Wachstumsbremse zu werden. Die Industrie legt daher größten Wert auf die Nutzung und Hebung unseres Potenzials. Den in der Steiermark geschaffenen Ausbildungsweg des „Industrietechnikers" setzen wir mittlerweile auch in Niederösterreich um.

 

Es ist Aufgabe von Politik und Wirtschaft, eine positive niederösterreichische Wirtschaftskultur zu schaffen, die einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil darstellt. In den vergangenen Jahren hat die IV-NÖ unter der erfolgreichen Führung Norbert Zimmermanns ihre Kooperation mit dem Land stark intensiviert, was auch in der Unterzeichnung unseres „Kooperationsabkommens" mit LH Dr. Erwin Pröll zum Ausdruck kommt. Dabei haben wir klar vor Augen, was eine dauerhaft wirtschaftlich erfolgreiche Region NÖ braucht: die Menschen mit ihrem Können und Wollen, die „Erdung" der Industriebetriebe, die Innovation in Universitäten und Betrieben und die Offenheit von Politik, Behörden und Bevölkerung für Unternehmertum und Industrie und deren nötiger Infrastruktur.

 

Mein Team und ich werden ein verlässlicher und verantwortungsvoller, aber auch energischer Partner und Mahner der Politik sein, insbesondere wenn es darum geht, Zukunftsmaßnahmen zu setzen.



DI Johann Marihart, IV NÖ-Präsident
DI Johann Marihart, IV NÖ-Präsident




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