STARTSEITE » MEDIEN » IV News » Österreichs Motor fordert die richtigen Rahmenbedingungen

 
 

Navigation






IV Niederösterreich

Schwarzenbergplatz 4
1031 Wien

T. +43 1 711 35-2442
F. +43 1 711 35-2916
E. iv.niederoesterreich@iv-net.at


A | A | A
Impressum Sitemap
[ 26.01.2012 ]

Österreichs Motor fordert die richtigen Rahmenbedingungen

Entwarnung gab es zu Jahressende - ganz im Sinne einer Weihnachtsbotschaft konnte das AMS Positives vom heimischen Arbeitsmarkt berichten, stellt IV-NÖ-Präsident Marihart im aktuellen Leitartikel fest.

Die nationale Arbeitslosenrate lag im letzten Monat des Jahres bei 8,2 Prozent, das entspricht einem leichten Rückgang um 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.

Im Bundesländervergleich schnitt Niederösterreich dabei besonders gut ab: Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Bestand an Arbeitslosen um 1,6% auf 54.652 Personen verringert werden - insbesondere Jugendliche von 15-19 Jahren sowie Beschäftigte zwischen 25 und 49 Jahren profitieren von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung im Bundesland. Auch nach den Berechnungen der EU-Statistik bleibt Österreich damit das Land mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit in der Union. Auf Basis des letztverfügbaren EU-Monatswerts lag Österreich bei 4,1% Arbeitslosen.

 

Gerade die Industrie ist Motor dieser hohen Beschäftigung. Denn neben überraschend positiven Arbeitsdaten aus der Baubranche konnte die Industrie zuletzt mit rückläufigen Arbeitslosenzahlen punkten. Ein Faktum, dass sich auch mit der letzten Konjunkturumfrage der IV-Niederösterreich deckt: trotz rückläufiger Erwartungen zur Geschäfts- und Ertragslage in 6 Monaten gab eine Mehrheit der Unternehmen an, über weitere Personalaufstockungen nachzudenken.

 

Euphorie wäre dennoch verfrüht. Denn Europa stellt sich 2012 auf ein turbulentes Jahr ein. Anhaltende Verwerfungen auf den Finanzmärkten, Budget-Konsolidierungsnotwendigkeiten der Nationalstaaten sowie konjunkturelle Erwartungsunsicherheit zeichnen ein ambivalentes Bild des kommenden Jahres. Nach Meinung der Wirtschaftsforscher wird die Weltwirtschaft 2012 deutlich langsamer wachsen als bisher erwartet - Österreich rechnet mit einer Wachstumsrate zwischen 0,8% und 1,3%.

 

Gerade unter solchen Vorzeichen können Betriebe nur dann erfolgreich agieren, wenn Sie an ihrem Standort die richtigen Rahmenbedingungen vorfinden. In dieser sensiblen Phase von Unsicherheit und verringertem Wachstum braucht die Industrie die besten Rahmenbedingungen, um Wettbewerbsfähigkeit und tausende Jobs aufrecht zu erhalten.

 

Zusätzliche Belastungen - gerade in einer kritischen Phase - schaden dem Standort ganz besonders. Der Beschluss der Regierung zur Einführung der Schuldenbremse ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ganz wesentlich ist aber, dass deren Umsetzung der Bremsziele nicht durch eine weitere Erhöhung der Abgabenquote erfolgt! Die Industrie fordert daher, gerade jetzt durch ausgabenwirksame Reformen in den Bereichen Pensionsalter, Gesundheit und Verwaltung nachhaltige systemische Änderungen zu initiieren. Alles andere müsste mittelfristig zwangsläufig zu einer Gefährdung des heimischen Standorts führen mit entsprechenden negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.








DOWNLOADS


BundBurgenlandKärntenNiederösterreichOberösterreichSalzburgSteiermarkTirolVorarlbergWienJunge Industrie