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08.04.2011

IV-Niederösterreich zu Gast bei Messer Austria: Innovation als Zugpferd für die Region

Eine gemeinsame Veranstaltung der IV-Niederösterreich und der Messer Austria GmbH brachte interessante Impulse zum Thema Innovation, Forschung und Entwicklung aus Sicht der Industrie.

Zahlreiche Gäste konnten gestern am Standort der Messer Austria GmbH in Gumpoldskirchen Interessantes rund um das Thema Forschung und Innovation mitnehmen. Ein Thema, das gerade für die heimische Industrie von großer Bedeutung ist - insbesondere in Bezug auf die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Standorts.

 

Der heimische Gas- Spezialist Messer Austria geht hier als beispielgebend voran: am Standort Gumpoldskirchen sind modernste Produktions- und Abfüllanlagen im Einsatz; Gasecenter und Abfüllanlagen in allen Bundesländern sorgen für eine schnelle und individuelle Gasversorgung.

 

„Allein am Standort Gumpoldskirchen investieren wir jährlich rund 2 Mio. EUR in Forschung und Entwicklung, das sind rund 4 % unseres Umsatzes.", so der Geschäftsführer von Messer Austria, Michael Beck. „Wären alle Unternehmen so innovativ wie Messer Austria, würden wir die europäische Konkurrenz im Bereich Forschung und Innovation meilenweit hinter uns lassen", so Michaela Roither, Geschäftsführerin der IV-Niederösterreich. In einem Ranking der Europäischen Union (Innovation Union Scoreboard 2010) zum Thema Forschung und Entwicklung ist Österreich zuletzt von dem guten fünften auf den siebenten Rang zurückgefallen.

 

Neben einer Firmenbesichtigung bei der Firma Messer brachten zwei Vorträge Interessantes zum Thema: DI Dr. Reinhard Willford, Geschäftsführender Gesellschafter der Innovation Service Network GmbH, fokussierte in seinem Vortrag „Innovationsmotoren in Unternehmen" darauf, wie bestehende betriebliche Ressourcen für Innovationen einfach und schnell nutzbar gemacht werden können. Er plädiert dabei für einen erweiterten Innovationsbegriff - der die Themen Produkt, Service, Prozesse sowie die betriebliche Organisation umfasst.

 

DI Roland Sommer, IV-Referent für Bildung, Forschung & Entwicklung gab abschließend einen präzisen Überblick über die aktuelle Lage in der Forschungs- und Innovationspolitik. Dabei warf er einen kritischen Blick auf die heimische FTI Strategie, die zwar eine Erhöhung der Forschungsprämie von 8% auf 10% vorsieht, insbesondere die Abschaffung des Forschungsfreibetrags alt wird aber seitens der Industrie kritisch gesehen.


Fotos
Michaela Roither, Geschäftsführerin IV-Niederösterreich, Michael Beck, Geschäftsführer von Messer Austria
Michaela Roither, Geschäftsführerin IV-Niederösterreich, Michael Beck, Geschäftsführer von Messer Austria

Zahlreiche Gäste konnten gestern am Standort der Messer Austria GmbH in Gumpoldskirchen Interessantes rund um das Thema Forschung und Innovation mitnehmen.