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11.11.2010

Industrie: Johann Marihart als IV NÖ-Präsident bestätigt

Neues Präsidium der IV Niederösterreich gewählt – Industrie trägt wirtschaftliche Erholung im Land – Fachkräftemangel, Rohstoffpreisentwicklung und internationale Konkurrenzfähigkeit sind Top-Herausforderungen für die NÖ Industrie - Interaktive Online-Industrielandkarte Niederösterreichs präsentiert

Anlässlich der Ordentlichen Vollversammlung der Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV NÖ) wurde der bisherige Präsident, DI Johann Marihart, einstimmig für die nächsten drei Jahre wieder gewählt. Der Vorstandsvorsitzende der AGRANA Beteiligungs-AG wird die kommende Amtszeit gemeinsam mit den Vizepräsidenten KR Dieter Lutz (Geschäftsführender Gesellschafter Benda-Lutz Werke GmbH), Dr. Peter Pichler (Vorstandsvorsitzender Berndorf AG) und KR Dr. Rainer Zellner (Vorstandsvorsitzender Semperit AG Holding) bestreiten. Weiters sind kraft Statuten der Obmann der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Thomas Salzer (Geschäftsführer Salzer Papier GmbH), sowie Mag. Marcus Haas (Mitglied der Geschäftsführung Blaha Sitz- und Büromöbelindustrieges.m.b.H.) als Vorsitzender der Jungen Industrie Niederösterreich im Präsidium vertreten. Kooptiert werden in das neue Präsidium die Themensprecher für „Bildung und Qualifikation" Prof. Mag. Josef Kolarz-Lakenbacher (Direktor Siemens NÖ) sowie für „Generelle Industrielle Rahmenbedingungen" Veit Schmid-Schmidsfelden (Geschäftsführer Rupert Fertinger GmbH).

Industrie: starke Kraft im Land
In seiner Antrittsrede ging Präsident Marihart auf die aktuelle konjunkturelle Lage in der niederösterreichischen Industrie ein. Das laufende Jahr 2010 stand bisher ganz im Zeichen einer breiten wirtschaftlichen Erholung. „Die vergangenen Monate haben deutlich gezeigt, wie wichtig die Industrie für die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Staaten ist. So sind es gerade jene Länder mit hohen Industriequoten, die bereits 2010 wieder positive Leistungsbilanzen aufweisen", betonte der wieder gewählte IV NÖ Präsident. Dabei verwies Marihart auf eine aktuelle Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts (iwi), wonach die Industrie mehr als ein Drittel der gesamten regionalen Bruttowertschöpfung erwirtschafte. Niederösterreich und seine innovativen Unternehmen hätten die dramatische Weltwirtschaftskrise und ihre Folgen bisher gut gemeistert. In diesem Zusammenhang erinnerte Präsident Marihart daran, dass viele Unternehmen trotz eklatanter Umsatzrückgänge im vergangenen Jahr dennoch an ihrem Personal festgehalten und damit Verantwortung für den niederösterreichischen Standort gelebt hätten.

  

Gemeinsame Arbeit für Standort fortsetzen
In der nächsten Amtsperiode möchte Johann Marihart alle Maßnahmen des „Industriepolitischen Strategieprogramms für Niederösterreich" umsetzen. Dabei bedankte sich der IV NÖ-Präsident bei Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav und bei der Wirtschaftskammer NÖ für die bisher gute Zusammenarbeit. „Es freut mich, dass wir auf regionaler Ebene an einem Strang ziehen und die Kräfte bündeln, um unseren Industrie- und Technologiestandort für die Herausforderungen von morgen fit zu machen. Die Industrie möchte auch in Zukunft auf diese bewährte Zusammenarbeit setzen", sagte Marihart. Das Industriepolitische Strategieprogramm war 2009 auf Initiative der IV NÖ in Zusammenarbeit mit der NÖ Landesregierung und Wirtschaftskammer NÖ erarbeitet worden. Ein Großteil der darin festgelegten Maßnahmen zu den Bereichen Forschung, Bildung und industrielle Rahmenbedingungen wurden bereits realisiert oder befinden sich derzeit in konkreter Umsetzung.    

Interaktive Industrielandkarte
Präsident Marihart stellte die erste interaktive Online-Industrielandkarte Niederösterreichs vor, die von IV NÖ und Sparte Industrie der Wirtschaftskammer NÖ gemeinsam aufgesetzt wurde. Auf der neuen Plattform der niederösterreichischen Industrie (http://www.noeindustrie.at/) haben Besucher die Möglichkeit, einen virtuellen Rundgang durch Niederösterreichs Industrielandschaft zu machen und sich über die großartigen Leistungen der rund 900 Industriebetriebe im Land zu informieren.

 

Zukunftsthemen besetzen
Außerdem sollen in den nächsten drei Jahren jene Themen in den Mittelpunkt der Arbeit gerückt werden, die in der diesjährigen Mitgliederumfrage der IV NÖ als größte Herausforderung für die Zukunft identifiziert wurden. „Niederösterreichs Unternehmen brauchen die besten Köpfe. Viele Betriebe geben an, dass das Finden qualifizierter Mitarbeiter immer schwieriger wird", erklärte Johann Marihart. Ebenso werde sich die IV NÖ neben der Energieeffizienz aufgrund der stark schwankenden Rohstoffpreise vorrangig mit dem Thema Materialeffizienz beschäftigen, um die Unternehmen bei dieser Herausforderung zu unterstützten. „Niederösterreichs Industrie ist das wirtschaftliche Rückgrat unseres Landes. Wir müssen alles daran setzen, dass die Unternehmen und die gut ausgebildeten, motivierten Mitarbeiter bestmöglich unterstützt werden, um die aktuelle wirtschaftliche Erholung bestmöglich nutzen zu können", schloss Marihart.

 

Hinweis:
Die neue interaktive Online-Industrielandkarte finden Sie unter
www.noeindustrie.at
Fotos
Neu gewählt Präsidium vlnr: GD DI Rainer Zellner, GD DI Johann Marihart, KR Dieter Lutz, Dr. Peter Pichler
Neu gewählt Präsidium vlnr: GD DI Rainer Zellner, GD DI Johann Marihart, KR Dieter Lutz, Dr. Peter Pichler

vlnr. GD Dr. Ludwig, GD DI Marihart, GD Dr. Bästlein
vlnr GD Dr. Schultes, LR Dr. Bohuslav, Prof. Dr. Münz, Mag. Roither, GD DI Marihart
GD Dr. Schultes und GD Dr. Hofer
IV NÖ-Präsidiumsmitglied und Obmann der Sparte Industrie: Thomas Salzer