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05.05.2010

Energieinitiative für NÖ Industrie gestartet

Mit einer Kick off-Veranstaltung im Haus der Industrie fiel der Startschuss für die Energieinitiative für die NÖ Industrie. Einsparungspotentiale für Unternehmen standen dabei ebenso auf der Tagesordnung wie Informationen über betriebliche Förderungen sowie Best Practice Beispiele aus der NÖ Industrie. Fachspezifische Workshops finden ab Juni statt.

„Wie ernst die Industrie das Thema Energieeffizienz und Umweltschutz nimmt, zeigt eine gemeinsame Umfrage der IV NÖ und Sparte Industrie der WK NÖ unter den blau-gelben Industriebetrieben", betonte IV NÖ-Geschäftsführerin Mag. Michaela Roither. Mehr als 70 Prozent der Unternehmen hätten bereits Beratung in Anspruch genommen. Viele Betriebe orten weitere Einsparungspotentiale in diesem Bereich, weshalb IV NÖ, WK NÖ und Land NÖ eine gemeinsame Informationskampagne für Unternehmen ins Leben gerufen haben. Mit der Energieinitiative befindet sich eine weitere Maßnahme des „Industriepolitischen Strategieprogramms für Niederösterreich" in Umsetzung, das auf Initiative der IV NÖ gemeinsam mit Land NÖ und WK NÖ erarbeitet wurde. 

 

Emissionsvermeidung aus betriebswirtschaftlicher Sicht

Über die Bedeutung der Energieeffizienz als Beitrag zur Verbesserung der Marktsituation referierte Univ. Prof. DI Dr. Hans Schnitzer von der Technischen Universität Graz. Dabei erklärte der Experte, warum Emissionsvermeidungen betriebswirtschaftlich sinnvoll sind. So beträgt beispielsweise der Anteil der Energiekosten an den Betriebskosten im Bereich der chemischen Industrie rund zehn Prozent. Einen Überblick über Fördermöglichkeiten auf Bundes- und auf Landesebene sowie Tipps, was bei Förderansuchen zu beachten sei, gaben anschließend DI Alexandra Amerstorfer (KPC GmbH) und DI Peter Obricht (Leiter der Abteilung Umweltförderung und Raumordnungsförderung der NÖ Landesregierung).

 

Investitionen rechnen sich

Konkrete Erfahrungen und Beispiele aus der industriellen Praxis lieferten anschließend

DI Helmut Schwarzl, Geschäftsführer der Geberit GmbH, und DI Dr. Gerold Riegler, technischer Vorstand der Constantia Teich AG. „Die Anstrengungen im Bereich Energieeffizienz, Klima- und Umweltschutz rechnen sich", sagte Schwarzl. Der Schweizer Geberit-Konzern ist Marktführer bei Sanitärtechnik, am Standort in Pottenbrunn arbeiten rund 300 Personen. Bereits seit 1992 beschäftigt sich das Unternehmen an der Traisen mit Umweltmanagement - und das mit Erfolg! Während der Umsatz der Produktion seit 1993 um 74 Prozent gestiegen ist, nahm der Stromverbrauch im selben Zeitraum nur moderat um 14 Prozent zu. Der Gasverbrauch konnte um 68 Prozent gesenkt werden.

 

Wirtschaftlichkeit der Projekte

Dass Förderungen eine willkommene Unterstützung für Projekte im Bereich Umweltschutz seien, waren sich Schwarzl und Riegler einig. „Dennoch sind sie nie der Zweck für Energieeffizienz steigernde Aktivitäten. Die Wirtschaftlichkeit der Projekte steht immer im Vordergrund", so Riegler. Die Teich AG mit Sitz in Weinburg und rund 750 Mitarbeitern ist international führender Anbieter für flexible Verpackungen. Unter anderem werden im Mostviertel Joghurtdeckel oder etwa Verpackungen für Mozartkugeln produziert. Für seine Aktivitäten im Bereich der Energieeffizienz wurde das Unternehmen 2008 mit dem Energiepreis „Helios" ausgezeichnet.

 

Abschließend präsentierte Dr. Alois Geißlhofer, Clustermanager der ecoplus, ein aktuelles Ausbildungsprogramm des Bau.Energie.Umwelt-Clusters, das die Implementierung von Energiemanagement in den Betrieben fördert. Mag. Johannes Schedlbauer, Geschäftsführer der Sparte Industrie der WK NÖ, stellte das Programm der nächsten fünf Workshops vor.

 

Unter http://www.energiefoerderkompass.at/ finden Sie rasch Informationen zu Förderungen für den Energiebereich auf Bundes- sowie niederösterreichischer Landesebene.

 

Die Präsentationen sowie das Programm für die nächsten Workshops stehen auf dieser Seite zum Download zur Verfügung.  

 

http://www.geberit.at/

http://www.constantia-teich.com/

http://www.wknoe.at/industrie

http://www.bauenergieumwelt.at/

http://www.ecoplus.at/

http://www.oekomanagement.at/

http://www.noe.gv.at/Umwelt/Umweltschutz.html

http://www.publicconsulting.at/kpc/de/home/


Fotos


DI Helmut Schwarzl
DI Dr. Gerold Riegler

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