STARTSEITE » MEDIEN » Presseaussendungen » NÖ Industrie hofft auf leichten Aufwind

 
 

Navigation






IV Niederösterreich

Schwarzenbergplatz 4
1031 Wien

T. +43 1 711 35-2442
F. +43 1 711 35-2916
E. iv.niederoesterreich@iv-net.at


A | A | A
Impressum Sitemap
[ 22.04.2010 ]

NÖ Industrie hofft auf leichten Aufwind

Konjunkturumfrage der IV NÖ über das erste Quartal 2010: Folgen der Krise beschäftigen Unternehmen weiterhin massiv - Leichte Anzeichen von Aufschwung in Sicht

Mit Vorsicht und ein wenig Optimismus blicken Niederösterreichs Industriebetriebe auf das kommende nächste Halbjahr. So rechnet die Mehrheit der Unternehmen mit einer weiteren Verbesserung der wirtschaftlichen Lage und einem -  allerdings sehr langsamen und zähen - Aufschwung. Dies geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage der IV Niederösterreich über das erste Quartal 2010 hervor, an der 39 Unternehmen mit knapp 20.000 Beschäftigten teilnahmen. „Trotz der leicht positiven Tendenzen muss die Mehrheit der Unternehmen weiterhin mit den Folgen der schwersten Wirtschaftskrise seit Langem kämpfen. Viele Betriebe verspüren derzeit immer noch starken Gegenwind. Für die nächsten Monate hoffen aber die meisten, den heftigen Sturm hinter sich lassen zu können", betont Mag. Michaela Roither, Geschäftsführerin der IV Niederösterreich. So wird die künftige Entwicklung zwar positiver eingeschätzt als die gegenwärtige Lage. Mögliche internationale Risikofaktoren seien aber noch zu groß, um von einem echten Konjunkturaufschwung zu sprechen.

 

Schwierige Gegenwart - positive Zukunft?

Der blau-gelbe Geschäftsklima-Index, der als Mittelwert aus den Beurteilungen der gegenwärtigen Geschäftslage und der Geschäftslage in sechs Monaten ermittelt wird, verbesserte sich zwar zum vierten Mal in Folge, allerdings liegt er weiterhin im negativen Bereich. Im Vergleich mit den übrigen Bundesländern beurteilen die niederösterreichischen Industriebetriebe damit die Lage weiterhin eher negativ. „Hoffnung auf spürbare Verbesserungen machen die Zukunftsindikatoren der Konjunkturumfrage", so Roither. Ein wenig verbessert hat sich die Auftragslage in der Industrie. Daher schätzen die Unternehmen die Produktionstätigkeit oder die Verkaufspreise im kommenden Quartal bzw. die Geschäftslage oder Ertragssituation im nächsten Halbjahr deutlich höher ein als in den vergangenen Monaten. Erstmals seit einem Jahr befinden sich wieder einzelne Indikatoren der Konjunkturumfrage im positiven Bereich. Wie dramatisch die Folgen des Konjunktureinbruchs immer noch nachwirken, zeigen die Angaben der Unternehmen zur aktuellen Lage. Derzeitige Geschäftslage und Ertragssituation werden im ersten Quartal 2010 negativer (-12 Punkte und -35 Punkte) als im Vorquartal (-10 Punkte und

-25 Punkte) beurteilt.

 

Langsame Stabilisierung auf Arbeitsmarkt

„Die vorsichtig positiven Angaben könnten auf eine langsame Stabilisierung des Arbeitsmarktes deuten. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit wird in den nächsten Monaten weiterhin abnehmen, dennoch dürfen wir mit einer positiven Trendumkehr nicht vor 2012 rechnen", erklärt Roither. Im Vergleich zu den Vorquartalen hat sich die Einschätzung der befragten Unternehmen zum Thema Beschäftigtenstand zwar deutlich verbessert. Dennoch gehen weiterhin 19 Prozent der Unternehmen davon aus, Personal abbauen zu müssen, während 80 Prozent der Betriebe von einer gleichbleibenden Beschäftigung ausgehen. Zum Vergleich: Im Vorquartal fürchtete noch beinahe jedes zweite Unternehmen eine Reduktion der Beschäftigten vornehmen zu müssen, während 51 Prozent einen gleichbleibenden Stand erwarteten.

 

„Trotz dezent positiver Indikatorenwerte ist die künftige Entwicklung weiterhin sehr unsicher", sagt Roither, „uns muss bewusst sein, dass die Wirtschaft und damit auch der Arbeitsmarkt nach der Krise nicht mehr so aussehen werden, wie es vor der Krise der Fall war. Um Arbeitsplätze zu sichern und Unternehmen zu unterstützen, benötigen wir daher moderne Konzepte. Mit der Arbeitszeitflexibilisierung könnte ein wichtiger Impuls für den Industriestandort gesetzt werden, der dazu beiträgt, Jobs in unserer Region zu halten und damit Wohlstand im Land zu sichern."

  








WEITERE BEITRÄGE


DOWNLOADS


BundBurgenlandKärntenNiederösterreichOberösterreichSalzburgSteiermarkTirolVorarlbergWienJunge Industrie