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[ 31.03.2010 ]
Wettbewerbsfaktor InfrastrukturGerade in Zeiten der dringend nötigen Budgetkonsolidierung muss der Blick für Zukunftsinvestitionen geschärft werden, meint IV-NÖ-Präsident Johann Marihart in seinem aktuellen Leitartikel.Moderne ökonomische Rahmenbedingungen sichern den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen und somit die Zukunftstauglichkeit und den Wohlstand einer Region. Mit dem „Industriepolitischen Strategieprogramm für Niederösterreich" wurden einzelne wichtige Bausteine eines modernen Industriestandortes näher untersucht und in den Bereichen Forschung, industrielle Rahmenbedingungen, Bildung und Infrastruktur Verbesserungspotentiale identifiziert. Wie hart der Wettbewerb ist, zeigen die IV-internen Berechnungen für internationale Rankings von Regionen, wo Niederösterreich aktuell im guten Mittelfeld geführt wird. Mit dem Programm der Industrie soll ein Beitrag geleistet werden, unser Bundesland noch näher an die Spitzenplätze heranzuführen.
Gerade in Zeiten der dringend nötigen Budgetkonsolidierung muss der Blick für Zukunftsinvestitionen geschärft werden. Dies gilt, auch wenn allerseits Sparsamkeit vom Staat eingefordert wird. Um die Früchte der Anstrengungen im F&E-Bereich erfolgreich umsetzen zu können, braucht es eine leistungsfähige Infrastruktur als starken Motor für die Wirtschaft. Eine leistungsstarke Infrastruktur führt zur verbesserten Erreichbarkeit der Unternehmensstandorte, effizienteren Produktions- und Verteilungsabläufen und damit zu Kostensenkungen. Unsere Region im Zentrum Europas mit der Achse Wien - Niederösterreich - Bratislava hat bereits heute für den zentral- und osteuropäischen Raum eine starke Drehscheibenfunktion und bietet gute Perspektiven. Über eine interessante Chance für unsere Region wurde bei einem Treffen im Haus der Industrie zum Thema „Logistik und Breitspuranbindung" mit Verkehrsexperten und regionalen Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung diskutiert.
Mit dem Ausbau des hochrangigen Straßennetzes im Westen unseres Bundeslandes und der landseitigen Stärkung des Flughafens stehen weitere Infrastrukturthemen auf der Agenda unseres Strategieprogramms. Eine stärkere Einbindung des Flughafens an das regionale und überregionale Schienennetz könnte die Anreise für etwa 300.000 potentielle Flugpassagiere aus der Steiermark und Slowenien vereinfachen. Wichtiger Schritt um das Transportangebot zu verbessern, ist die bereits in Bau befindliche Götzendorfer Spange. Die Stärkung der Straßenverbindung im Mostviertel (Amstetten-Waidhofen oder Wieselburg-Gresten), wo sich industrielle Wertschöpfungszentren befinden, könnte für den Waren- und Pendlerverkehr zu deutlichen Verbesserungen führen und somit für eine weitere Attraktivierung des Industrie- und Wirtschaftsstandortes sorgen.
Investitionen in die Infrastruktur bringen nicht nur - derzeit dringend benötigte - Impulse für die Volkswirtschaft, sondern sind Basis für die künftige Wirtschaftskraft unserer Region. Daher muss der Verkehr vielmehr als Chance für Erfolg - gleichermaßen für Bürger und Unternehmen - denn als Bedrohung gesehen werden. Wo moderne Produktion und notwendige Infrastruktur sind, dort befinden sich auch Arbeitsplätze und Wohlstand. |
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