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[ 22.03.2010 ]

Der Hafen dreht auf

Nachdem ein weiterer Containerterminal, größere Lagerhallen und eine neue Krananlage bereits stehen, wird im Wiener Hafen dieses Jahr an einer Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und des Hochwasserschutzes gearbeitet.

150 Mio. € beträgt das Investitionsvolumen des größten Ausbauprogramms, das der Wiener Hafen mit seinen drei Standorten (Albern, Freudenau, Lobau) je umgesetzt hat. Der Wiener Hafen und die Stadt Wien sowie die ÖBB als Ini­tiatoren und Träger liegen mit dem 2006 begonnenen Projekt voll im Plan.

 

Umschlagkapazität verdoppelt Durch den neuen Containerterminal mit modernem Verkehrsleitsys­tem und durchgängiger Gleisverbindung verdoppelte sich seit Herbst 2008 die Umschlagkapazität auf rund 500.000 Container-Einheiten im Jahr. Außerdem wurden die Lagerflächen für Schüttgüter durch drei neue Hallen erweitert und ein neuer Kran errichtet.  Mit erheblichen Auswirkungen auf die Umschlagsleistung: Die Anlage kann jetzt 300 bis 400 Tonnen pro Stunde bewältigen.

 

Freie Fahrt für Güter Wichtig war den Planern auch die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. Über die Hafeneinfahrt am Standort Freudenau und den Donaukanal spannt sich seit 2008 eine Eisenbahnbrücke. Sie schließt den Hafen direkt an den Zentralverschiebebahnhof Kledering an. 2010 sollen ähnliche Verbesserungen bei den Anbindungen für den Güterverkehr auf der Straße erreicht werden. Die

B 14 wird vom Zentrum des Hafengebietes in die Seitenhafenstraße verlegt und das Hafengelände Freudenau über eine neue Brücke an die Ostautobahn (A4) angebunden.

 

Ein Stahltor gegen Hochwasser Ihren Abschluss sollen die Arbeiten heuer mit der Landgewinnung am Standort Freudenau und der Verbesserung des dortigen Hochwasserschutzes finden. Im Zuge einer geplanten Landgewinnung schafft der Hafen Wien weiteren Platz für Anlagen für den Warenumschlag. Diese Landgewinnung soll unter ander­em durch eine Verkleinerung des Hafenbeckens erreicht werden. Vor Hochwasser wird die Container­abwicklung künftig von einem stählernen Hafentor geschützt.

Außerdem wurde der Hochwasserschutzdamm, der den Donaukanal vom Hafenbecken trennt, bis zu einer Tiefe von 32 Metern abgedichtet und verstärkt. Volumen der Investition: rund 20 Mio. €.

 

Hafenmodernisierung stärkt Wirtschaftsstandort Bei Fertigstellung wird der Hafen Wien einer der leistungsfähigsten und größten Binnen-Containerterminals Europas sein. Wien und Niederöster­reich werden ihre Position als mittel­europäische Logistikdreh­scheibe dadurch ausbauen können.








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