STARTSEITE » MEDIEN » IV News » Gemeinsames Strategieprogramm für den niederösterreichischen Industriestandort

 
06.11.2009

Gemeinsames Strategieprogramm für den niederösterreichischen Industriestandort

Ordentliche Vollversammlung und Industrie-Empfang der Industriellenvereinigung Niederösterreich – Industriepolitisches Strategieprogramm für Niederösterreich: Innovative Maßnahmen für die Zukunft des modernen Industriestandortes – Gemeinsames Programm von Industriellenvereinigung Niederösterreich, Niederösterreichischer Landesregierung und Wirtschaftskammer Niederösterreich

Zahlreiche Persönlichkeiten aus Industrie, Politik und Verwaltung Niederösterreichs folgten auch heuer wieder der Einladung der Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV NÖ) zur Ordentlichen Vollversammlung der IV NÖ und dem bereits traditionellen Industrie-Empfang, der diesmal im Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) stattfand.

 

Industriepolitisches Strategieprogramm für Niederösterreich

Bei der Podiumsdiskussion stellten IV NÖ-Präsident, DI Johann Marihart, die Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus und Technologie, Dr. Petra Bohuslav, die Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, KR Sonja Zwazl und der Leiter des Economica Institut für Wirtschaftsforschung, Dr. Christian Helmenstein ein gemeinsam erarbeitetes  „Industriepolitisches Strategieprogramm für Niederösterreich" vor. Im Frühjahr 2009 war auf Initiative der IV NÖ in enger Zusammenarbeit mit der Niederösterreichischen Landesregierung und der Wirtschaftskammer Niederösterreich dieses gemeinsame Projekt für den blau-gelben Industriestandort gestartet worden. Vorläufiges Ergebnis des Programms ist ein kompaktes Bündel an Maßnahmen und Initiativen zu den Themenbereichen „Forschung, Technologie und Innovation", „Bildung und Qualifikation", „Generelle Industrielle Rahmenbedingungen" sowie „Infrastruktur und Erreichbarkeit". An dem bisherigen Erarbeitungsprozess beteiligten sich außerdem Vertreterinnen und Vertreter aus etwa 50 niederösterreichischen Industriebetrieben.

 

Herausforderungen gemeinsam meistern

Präsident Marihart dankte Landesrätin Petra Bohuslav und WK NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl für die gelungene Kooperation bei diesem „einmaligen Projekt". Die Industrie sei wichtige Säule Niederösterreichs und erwirtschafte mehr als ein Drittel der regionalen Bruttowertschöpfung. Die wirtschaftlichen Gegebenheiten dieses Jahres seien Auftrag und Motivation gewesen, ein starkes Programm für den blau-gelben Standort zu erarbeiten, so Marihart. Dabei erinnerte der IV NÖ-Präsident an den dramatischsten Konjunktureinbruch seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts. „Gerade in diesen für die Politik, die Industrie und die Menschen so herausfordernden Zeiten gilt es, gemeinsam alle Anstrengungen zu unternehmen, um die großen Aufgaben, mit denen wir konfrontiert sind, in starker Gemeinschaft zu meistern." Auch Wirtschaftslandesrätin Bohuslav ist vom Erfolg der gemeinsamen Initiative überzeugt: „Unsere Aufgabe als Land ist es, bestmögliche Rahmenbedingungen für die niederösterreichischen Unternehmen zu schaffen. Durch die enge Kooperation mit der IV NÖ und der WK NÖ können wir die Wirtschaftspolitik des Landes noch besser auf die Bedürfnisse der Wirtschaft abstimmen." „Die Leitbetriebe der Industrie sind in der Vielfalt des Wirtschaftsstandorts Niederösterreich unverzichtbar", betonte die Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Sonja Zwazl. Besonders unterstrich sie die vereinbarten Maßnahmen für mehr Energieeffizienz sowie zu einer verstärkten Heranführung junger Menschen an unternehmerisches Denken. „Unternehmertum sichert Wohlstand und Lebensqualität. Trotzdem kommt es in Österreich nach wie vor viel zu kurz."

 

Maßnahmen für den Industriestandort

„Angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen ist alle Anstrengung in Richtung Forschung und Entwicklung und Bildung gerechtfertigt, das ist die einzige Medizin für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit", betonte der IV NÖ-Präsident. Aus diesem Grund seien die Themen „Forschung und Entwicklung" sowie „Bildung und Qualifikation" wichtige Säulen des bisher vorliegenden Programms. Das Bundesland habe in der Vergangenheit viel unternommen, um sich als attraktiver Forschungsstandort zu positionieren. „Der Aufbau von IST Austria oder die aktuellen positiven Entscheide der COMET-Jury für das Tribologie-Zentrum XTribology in Wiener Neustadt sind Zeugnis dieser Entwicklung", so Marihart.   

 

 

Einige Maßnahmen des Industriepolitischen Strategieprogramms für Niederösterreich im Überblick:

 

Mobilisierung von Energieeinsparungs- und Energienutzungspotenzialen:

Mit dieser Maßnahme sollen Einsparungspotenziale bei betrieblicher Prozessenergie sowie der Ausbau von Abwärmenutzung sichtbar gemacht und verwertet werden.

 

Referenz-/Pilotprojektförderung:

Mit der verstärkten Nutzung bestehender Möglichkeiten sollen Pilot- und Referenzanlagen die Machbarkeit innovativer Technologien demonstrieren und diese ausbauen.

 

Ausweitung Forscherprämie:

Die Erweiterung des bestehenden Förderinstrumentariums „Innovationsassistentin" soll die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der blau-gelben Unternehmen stärken. Die verstärkte Nutzung bestehender Möglichkeiten soll den Aufbau von Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in Unternehmen unterstützen und Innovationen forcieren.

 

Mit dem Instrument der Fördermatrix haben Unternehmen einen effizienten Zugang zu Förderungen, um personelle Forschungskapazitäten im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten auf- und auszubauen.

 

Ausbau des „Schneeballnetzwerks Innovation":

Mittels einer webbasierten Plattform soll die Kommunikation zwischen innovativen Unternehmen und innovations-unterstützenden Einrichtungen Niederösterreichs gestärkt, der Erfahrungsaustausch zwischen den Unternehmen im Bereich Innovation unterstützt und damit rasch auf Fragen und Problemstellungen reagiert werden.

 

Dual Language Education:

Mit einer pädagogischen internet-gestützten Plattform kann Englisch als Arbeitssprache im Schulunterricht in vielen Gegenständen verstärkt eingesetzt werden. Damit wird das englische Sprachverständnis niederösterreichischer Schülerinnen und Schüler gefördert.  

 

Spirit of Entrepreneurship:

Studierenden an Niederösterreichs Hochschulen soll Unternehmertum als Berufsperspektive und unternehmerisches Denken als Teil der Lebensweise vermittelt werden.

 

Zur Fotogalerie

 


Fotos
Präsident Sorger, Landesrätin Bohuslav, Präsidentin Zwazl, Präsident Marihart
Präsident Sorger, Landesrätin Bohuslav, Präsidentin Zwazl, Präsident Marihart

Präsident Henzinger und Präsident Marihart
GD Dr. Schultes, KR Gabmann, GD Dr. Hofer