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[ 02.10.2009 ]

Strategie für Niederösterreich

"Das ökonomische Unwetter mit all seinen negativen Folgen, das wir seit einem Jahr erleben, hat - bei positiver Betrachtungsweise - auch gute Seiten", meint IV-Niederösterreich-Präsident Marihart in seinem aktuellen Leitarikel.

So hat die Politik richtige und wichtige Entscheidungen rasch getroffen, um die Industrie in einer schwierigen Phase zu unterstützen. Allein in Niederösterreich haben regionale Konjunkturpakete in einer Höhe von rund 880 Millionen Euro beigetragen, dass der ökonomische Absturz gedämpft ausfiel.

 

Vorsprung ausbauen

Positiv ist, dass die schwierige Zeit genutzt wird, um bestehende Strukturen auf Effizienz und Kosten zu hinterfragen. Diese Diskussion, die von der Industriellenvereinigung forciert wird, hat dazu beigetragen, dass wichtige Projekte (z.B. Staats- und Verwaltungsreform) in Angriff genommen werden. Zudem wird die Arbeit für ein weiterhin attraktives Industrieland auch auf regionaler Ebene verstärkt. Gerade jetzt müssen wir alles daran setzen, dass Niederösterreich im Wettbewerb der Regionen fit bleibt. Dank der geographischen Nähe zu den auch in Zukunft wachsenden Märkten im CEE-Raum hatte Niederösterreich gewiss einen „Startvorteil". Mit gezielten Initiativen gilt es, diesen Vorsprung zu halten und weiter auszubauen.

 

Ökonomische Zukunft

Es ist erfreulich, dass die hohe Bedeutung der Industrie für unser Bundesland allseits anerkannt ist. Das „Industriepolitische Strategieprogramm für Niederösterreich", das von Landesregierung, Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer getragen wird, soll einen wichtigen Beitrag für die wirtschaftspolitische Ausrichtung unseres Landes leisten. Stärken ausbauen und Nischen identifizieren, lautet die zentrale Herausforderung für eine erfolgreiche ökonomische Zukunft. So gilt trotz Wirtschaftskrise auch weiterhin: das Land mit den besten Köpfen hat auch die größten Chancen. 

 

Brain Gain

Die Entwicklung zu einem noch attraktiveren Innovations- und Wirtschaftsstandort verlangt die optimale Entfaltung und Nutzung unseres wichtigsten Rohstoffes, nämlich des Humankapitals und Know Hows. Um Niederösterreich als attraktiven Standort für Leitbetriebe zu positionieren gilt es, einerseits beste Köpfe ins Land zu holen und andererseits hochqualifizierte Personen in Österreich zu halten. Als Aus- und Weiterbildungsstandort von internationalem Format könnte unserem Bundesland im Wettbewerb um die besten Köpfe ein wichtiger Schritt nach vorne gelingen.

 

Die positive Rolle der Industrie für die blau-gelbe Wirtschaft ist spätestens mit dem Einsetzen der Wirtschaftskrise in das Bewusstsein einer breiten Allgemeinheit getreten. Auch wenn die Zeiten schwierig sind, gerade jetzt müssen wir innovative und mutige Initiativen setzen, um die Chancen von morgen nutzen zu können. 



DI Johann Marihart, IV NÖ-Präsident
DI Johann Marihart, IV NÖ-Präsident




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