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[ 16.06.2009 ]
Höchstmaß an Flexibilität gefordertWie Unternehmen mit den aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen umgehen, stand im Mittelpunkt des jüngsten Treffens der Industrie Gruppe West bei der Wittur GmbH in Scheibbs.Von den Kurzarbeitsregelungen über die Kollektivvertragsverhandlungen bis hin zum Thema Arbeitszeitflexibilisierung: Beim Industriegruppentreffen West hatten IV-Mitgliedsbetriebe Gelegenheit, über aktuell brennende Themen zu diskutieren. „Die Wirtschaftskrise wird uns noch länger begleiten. Wir benötigen daher Maßnahmen, die dem Ausmaß der Krise gerecht werden", betonte der Sprecher der Industriegruppe West und Geschäftsführer von Böhler Uddeholm Precision Strip Ing. Leander Ahorner. In den kommenden Monaten aber auch für die Zeit nach der Krise sei „ein Höchstmaß an Flexibilität" gefragt, damit wirtschaftliche Auf- und Abschwünge besser bewältigt werden könnten. „Kapazitäten kurzfristig anzupassen, zählt zu den größten Herausforderungen, um international konkurrenzfähig zu bleiben", so Ahorner.
Über die aktuellen Entwicklungen und Trends der KV-Verhandlungen berichtete anschließend Dr. Manfred Engelmann, Geschäftsführer der Sparte Industrie der WKO. Vorrangiges Ziel sei es, „die Nachteile des Flächentarifs erträglich zu machen". Zudem seien „innovative Sonderlösungen für bestimmte Branchen nötig". Dabei berichtete Engelmann über gegenwärtige Konfliktfelder zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern. Beim Thema Arbeitszeitflexibilisierung sah Engelmann Verbesserungspotential für die Kollektivverträge. Ebenfalls auf der Tagesordnung standen die derzeit laufenden Verhandlungen über das Arbeitsmarktreformpaket 2, das noch vor Sommer im Parlament verabschiedet werden soll. IV-Experte Mag. Andreas Gruber referierte über mögliche Neuerungen und Auswirkungen der Maßnahmen (etwa bei der Regelung der Bildungskarrenz sowie bei der Altersteilzeit) und informierte über Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen seitens des AMS.
Ebenfalls auf dem Programm stand die Betriebsbesichtigung der Firma Wittur mit Geschäftsführer DI Andreas Zwerger. Highlight des Rundganges war die Fahrt auf den neuen 50 Meter hohen „Wittur-Tower", in dem Sicherheitskomponenten für Aufzüge getestet werden. Mit derzeit 400 Mitarbeitern zählt das Unternehmen mit Sitz in Scheibbs zu den Größten in der Region.
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