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[ 29.05.2009 ]
Gemeinsam für den Aufschwung kämpfenDie gravierenden Herausforderungen, denen wir heute gegenüber stehen, müssen gemeinsam bewältigt werden, meint IV-NÖ-Präsident Marihart in seinem aktuellen Editorial in den "iv.positionen".Dazu sind Vernunft und Weitblick aber auch eine realistische Einschätzung der gegenwärtigen Situation notwendig. Denn eines ist klar: Der schwerste ökonomische Einschnitt seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts kann nur überwunden werden, wenn alle Teile der Gesellschaft das gleiche Ziel vor Augen haben. Und das muss lauten, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu halten. Demonstrationen werden dabei ebenso wenig nutzen wie das Bewahren kostspieliger Strukturen. Kurzum ein Verteilungskampf verliert seinen Sinn, wenn es nichts zu verteilen gibt. Dieses Szenario gilt es zu verhindern.
Neue Wege gehen Spätestens jetzt ist es an der Zeit, alle Möglichkeiten auszuloten, um die Krise möglichst unbeschadet zu überstehen und für den Aufschwung gut vorbereitet zu sein. Wann, wenn nicht jetzt, müssen neue Wege gegangen und bisher undenkbar scheinende Lösungen gefunden werden. Das gilt für die Öffnung von Kollektivverträgen für Entscheidungen auf Betriebsebene ebenso wie für die Ausweitung von Flexibilitätsmodellen. Bei der Kurzarbeitszeitregelung etwa sehen wir, dass andere Länder den Ernst der Lage offensichtlich besser erkannt haben. So hat das deutsche Modell, das keine Behaltefristen vorsieht, für einen bisher eher geringen Anstieg an Arbeitslosigkeit gesorgt. Weiteres vorrangiges Thema muss die Staats- und Verwaltungsreform sein. Die auf lange Sicht dringend notwendige Entschuldung der Staatsfinanzen kann nicht über die Einnahmenseite erreicht werden. Nur auf der Ausgabenseite ist eine langfristige Budgetsanierung möglich.
NÖ stärken Die Wirtschaftskrise ist daher Auftrag, weiter an der Attraktivität unsres Wirtschafts- und Industriestandortes zu arbeiten. Dabei müssen ebenfalls alle relevanten Player in ein und dieselbe Richtung gehen. Als positives Beispiel möchte ich hier das von der IV NÖ initiierte „Industriepolitische Strategieprogramm für NÖ" anführen. Um nachhaltig positive und wachstumsfördernde Impulse für unsere Region zu bewirken, wurden mit dem Land NÖ und der WK NÖ starke Partner gewonnen. Erfreulich war auch das bisherige Engagement unserer Mitgliedsbetriebe bei der Erarbeitung des Maßnahmenpaketes. Knapp 50 blau-gelbe Unternehmen haben sich aktiv an dem Projekt beteiligt, wodurch die Umsetzung der standortrelevanten Maßnahmen mit noch mehr Nachdruck versehen werden.
Die Konjunkturindikatoren haben erste Anzeichen für eine Verflachung des wirtschaftlichen Abschwungs angezeigt. Eine Stabilisierung der Konjunktur sowie der Beginn eines Aufschwungs brauchen mutige und strukturell richtige Entscheidungen, daher bringt sich die IV als Anwältin des Wirtschaftstandortes gerade jetzt besonders aktiv in den politischen Gestaltungsprozess ein. |
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