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[ 18.05.2009 ]

Industrie-Netzwerk-Treffen: Wege aus der Krise

Die IV NÖ lud die Industrie-Regionalbeiräte des AMS in Niederösterreich zum Erfahrungsaustausch. Außerdem standen aktuelle Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt sowie ein Konjunktur-Ausblick auf der Tagesordnung.

Ganz im Zeichen der schwierigen wirtschaftlichen Situation stand das Industrie-Netzwerk-Treffen der blau-gelben Industrie, an dem die Industrie-Regionalbeiräte sowie Industriegruppensprecher der Industriellenvereinigung NÖ teilnahmen. „Die globale Wirtschaftskrise mit all ihren negativen Auswirkungen hat auch Niederösterreich mit voller Härte erfasst. Vor allem die unglaubliche Geschwindigkeit des Abschwungs setzt einer Vielzahl unserer Industriebetriebe massiv zu. Umso wichtiger ist es, die Betriebe mit relevanten und aktuellen Informationen zu versorgen", betonte IV NÖ Geschäftsführerin Mag. Michaela Roither. Neben Berichten aus den Unternehmen informierte der Leiter der IV-Abteilung Arbeit & Soziales, Dr. Wolfgang Tritremmel, über aktuelle Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Dabei wurde über Kurzarbeitsvereinbarungen, Aussetzungsverträge sowie Weiterbildungsmaßnahmen diskutiert und auf mögliche Problemfelder aufmerksam gemacht. Wichtig sei, dass die Politik die Modalitäten der arbeitsmarktpolitischen Instrumentarien rasch entscheidet, damit die Unternehmen rechtzeitig planen könnten, so Tritremmel.

 

Über die aktuelle konjunkturelle Entwicklung sowie mögliche Zukunftsszenarien informierte der wirtschaftspolitische Koordinator der Industriellenvereinigung Dr. Clemens Wallner. Dabei betonte der IV-Experte, dass die Wirtschaft derzeit von einer Krise getroffen werde, die „einzigartig und mit anderen Krisen nicht vergleichbar" sei. Gerade ein exportorientiertes Land wie Österreich habe mit dem Einbruch des Welthandels massiv zu kämpfen. Es gebe zwar erste leise Anzeichen für eine Verminderung des wirtschaftlichen Abschwungs, dennoch sei die aktuelle Stimmungslage sehr schlecht, was auch für den Arbeitsmarkt weitreichende Folgen befürchten lässt. So rechnet die IV mit einer langsamen Bodenbildung der Konjunktur nicht vor dem vierten Quartal 2009, die negative Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt könnte bis zur Winterspitze 2010/2011 andauern.








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